Matthias Gronemeyer

Dr. phil.

Autor & Publizist

Ein bisschen verrückt muss man schon sein – im digitalen Zeitalter solche Bücher zu machen! Und ja: Wenn ich lange, manchmal über Jahre an einem Text gearbeitet habe, wäre mir die Vorstellung unerträglich, dass er dann in einer Datenwolke oder einem billigen Paperback verpufft. Meine Bücher stemmen sich sprichwörtlich gegen die Verflachung: Anspruchsvolle Literatur, die sich mit Kunst und Gestaltung zu Lesewerken verbindet.

Die Idee kam 2016 auf, als ich eine philosophische Abhandlung geschrieben hatte, die in keine Schublade passte; es war weder ein rein wissenschaftlicher Text noch Unterhaltungsliteratur. Die Zusammenarbeit mit dem kongenialen Bildhauer und Zeichner Thomas Putze sprengte dann endgültig jeden Rahmen. Also habe ich das Buch selbst produziert. Mit Erfolg: „vögeln – eine Philosophie vom Sex“ schaffte es gleich auf die Longslist der schönsten deutschen Bücher und war Thema auf der phil.cologne. Mit „Ein vernünftiges Gefühl“ konnte ich dann zur letzten Leipziger Buchmesse das zweite Werk vorlegen – ein besonders haptischer Einband aus Sackleinen und Prägungen auf Vor- und Nachsatz geben dieser Liebesgeschichte ihren Rahmen.

Mit dem Roman „Im leichten Sitz“ kommt nun zur Buchmesse 2018 Nummer drei. Hier schaffen die Risografien von Isabelle Hannemann eine Verbindung zwischen der Geschichte und der Gegenwart. Die Gestaltung des Buches, von der Papierauswahl, der Schrift, über die Bindung bis zur Titelkalligrafie zielt auf ein Leseerlebnis, das alle Sinne anspricht.

Matthias Gronemeyer wurde in Bielefeld geboren und lebt in Stuttgart. Neben seinen Büchern wurde der promovierte Philosoph auch durch seine oft spitzen Kommentare im Deutschlandfunk Kultur bekannt.