Matthias Gronemeyer

„Bücher sind für mich die demokratischste aller Kunstformen.“

 

 

 

Matthias Gronemeyer ist Doktor der Philosophie. Er lehrte etliche Jahre an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und der Freien Kunstakademie Nürtingen. Er ist Autor mehrer Bücher, Essays und Politischer Feuilletons im Deutschlandfunk Kultur. Mit seinen philosophischen Performances zeigt er neue, ästhetische Zugänge zur Arbeit am Begriff. In seinem Verein Ausdrucksreich e.V. engagiert er sich in der kulturellen Bildung. Er lebt in Stuttgart und auf einem Bauernhof in Oswestfalen.

Portfolio:

Bücher:

Die ironische Existenz. Plädoyer für einen radikalen Skeptizismus. Stuttgart 2020.

Im leichten Sitz. Roman. Stuttgart 2018.
Shortlist der Stiftung Buchkunst 2018.

Ein vernünftiges Gefühl. Erzählung. Stuttgart 2017.

vögeln – eine Philosophie vom Sex. Stuttgart 2016.
Longlist der Stiftung Buchkunst 2017.

Trampelpfade des Denkens – eine Philosophie der Desorientierung. Münster und Berlin 2014.

Hanna. Roman. Pseud. Matthias Grabow. Bitterfeld 2011.

Profitstreben als Tugend? Zur Politischen Ökonomie bei Aristoteles. Marburg 2007.

Weiterhin Beiträge zu Literaturzeitschriften und Anthologien sowie diverse wissenschaftliche Aufsätze.

Radio (Auswahl):

Die neuen Gärten Epikurs (philosophisches Hörstück für 3 Sprecher). 30 Minuten. Deutschlandfunk 2014.

Deutschlandfunk Kultur / Politisches Feuilleton. Ca. zwei Dutzend Beiträge seit 2011.

Spoken Word / Performance (Auswahl):

„Skjolden – Poem eines Verbrechens“. Bühnenstück für einen Spieler und Multimedia. 60 Minuten. Uraufgeführt beim 36. Internationalen Wittgenstein Symposium. Kirchberg/Österreich 2013; weiterhin: #soundcheck, Festival für performative Philosophie, Halle 2014, und PH Ludwigsburg 2014.
Den Spuren Ludwig Wittgensteins in Norwegen mit Zelt und Rucksack folgend entstand eine Theorie des perfekten Verbrechens. Das Stück ist ein Dialog des erfolgreichen Verbrechers mit dem Philosophen.

„Aus den Scherben meines Glücks“. Impro-/Audio-Performance. 30 Minuten. Hospitalhof-Kirche Stuttgart 2014.
Ich lehne die Verknüpfung von Philosophie und Lebensglück ab und lese aus 25 Ablehnungsschreiben, die ich in den Jahren zuvor empfangen hatte.

„Trampelpfade des Denkens“ – Audioinstallation mit 8 Boxen im Zuge der Buchpräsentation. Pädagogische Hochschule, Ludwigsburg 2014.
Ich habe diese Boxen mit MP3-Playern und Solarpanelen gebaut, sie mit Texten, Geräuschen und Musik gefüllt und überall auf dem Campus installiert. Eine Intervention in die habitualisierten (Denk-)Wege der Studenten.

„Die Katschug-Protokolle“. Lesung mit Multimedia. 30 Minuten. Uraufgeführt Ludwigsburg 2015.
Ich erfand eine historische Handschrift, die vom Literaturarchiv Marbach transkribiert wurde. Es handelt sich um Tagebücher, die in Sibirien gefunden wurden: Jemand, bei dem eine tödliche Krankheit diagnostiziert wurde, ging zu Fuß von Westeuropa nach Osten.

„vögeln“ – Performance mit weiß/pink-konvertiblem Sack & erotischer Lesung im Zuge der Präsentation meines Buches vögeln – eine Philosophie vom Sex. Galerie Z, Stuttgart 2016. (5)
Ich habe diesen Sack genäht, den ich von innen nach außen (und zurück) umstülpen konnte, um die Vagina/Penis-Relation zu veranschaulichen.

„Der Körper des Philosophen“– Performance mit Oktaeder und Multimedia, 60 minutes. WestQuartier, Stuttgart 2016.
Wie in „vögeln“ ist dies eine sehr körperliche Performance über den Antagonismus von logischem Körper und meinem Körper. Sie verweist auf die Körpervergessenheit in der akademischen Philosophie.

„Es sich schwer machen. Philosophie mit Ball & Chain“ – Performance mit verschiedenen Objekten und Musik, zusammen mit zwei anderen Künstlern, 2 Stunden. Im Rahmen der Förderung „Kultur im Club“, Stuttgart 2018.
Es ärgert mich zu sehen, wie Philosophie zu einem Konsumartikel verkommt. Wir unterzogen uns schweren, komplizierten und unmöglichen Tätigkeiten, die uns und das Publikum überforderten.

HegelMaschine„. Zweitägige Performance im Museum Hegel-Haus zusammen mit Eva Baumann (Tanz), Stephan Köperl (Installation) und Laurenz Theinert (Lichtkunst). 2020.
Wir haben die Arbeit am Begriff, die Dialektik des Selbstbewusstseins, das Spekulative und den Körper des Philosophen ästhetisch erfahrbar gemacht.